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Erdbeben; Tsunamis; Vulkane; Weltwetter; Sonnenaktivität; Globale Erwärmung

Wochenende in der Vulkaneifel vom 23-24.07.2011



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Die Vulkanische Osteifel.
 
Zwischen Rhein, Mosel, Laacher See und dem Nürburgring liegt die Osteifel.
Es ist das Land in dem vor vielen Tausenden von Jahren Vulkane das land mit Lava und Asche bedeckten. Heute gibt es in der Osteifel noch zwischen 50 und 80 Vulkane zu sehen, allerdings werden es immer weniger. Der Grund dafür ist der Massive Abbau in Steinbrüchen. Dort werden Tonnen von Lavagestein, vor allem Bims abgebaut. Schon die alten Römer haben den Bims in der Osteifel abgebaut. Es gibt noch original erhaltene Abbaustätten der Römer zu besichtigen.
 
 
Laacher Vulkan
 
Alles begann vor rund 200.000 Jahren. Damals haben die Vulkane das Land umgeformt und Flüsse umgeleitet. Dann war lange zeit Ruhe in der Eifel. Bis vor ca. 13.000 Jahren der Laacher Vulkan ausgebrochen ist. Er schleuderte Tonnen von Asche und Lavabomben in den Himmel, Die Eruption war größer als die des Vesuv. Die Ascheablagerungen kann man sogar in Norditalien nachweisen. Die Eruptionswolke stieg über 35.000 Meter in die die Erdatmosphäre.
 
Heute kann man noch die Caldera erkennen, der Laacher Vulkansee hat die Caldera gefüllt. Noch heute steigen am Ostufer des See´s Gasblasen an die Oberfläche. Früher dachten Forscher die Gasblasen seien ein Zeichen für die Abkühlung des Vulkans also nur Reste der Eruption. Heute sind sich die Forscher einig, dass Die Gasblasen viel mehr ein Zeichen für Aktivität sind. Es wird vermutet, dass der Vulkan nur schläft. Einige Forscher denken sogar darüber nach ob sich ein neuer Hotspot im Untergrund bildet. Fakt ist auf jedenfall, dass sich die Vulkaneifel jedes Jahr um einen Millimeter anhebt. Dies könnte ein Zeichen dafür sein das sich wirklich ein Hotspot bildet.
 
Die Vulkaneifel wird heute Seismologisch sehr genau erfasst, sollte es zu Anzeichen einer Eruption kommen, so werden wir vor gewarnt sein, allerdings kann man nie sagen wie viel vorher man durch ein Schwarmbeben gewarnt wird. Und ob die Zeit reicht alle Menschen zu Evakuieren. Sollte es zu einer Eruption in der Eifel kommen, so wird dies wohl die größte Katastrophe werden die Deutschland in der Neu Zeit jemals erlebt hat. Aber ob und wann dies mal geschehen wird weiß niemand. Vorbereitet sein sollte man aber auf jedenfall.
 
 
Geysir Andernach
 
Eine sehr schöne Stadt in der Eifel ist Andernach. Die Stadt liegt direkt am Rhein, in Andernach kann man sich den Weltweit größten Kaltwassergaysir anschauen. Er schießt seine Wasserfontäne bis zu 60 Metern in die Luft und ist damit im Guinessbuch der Rekorde eingetragen. Der Geysir entstand durch eine 350 Meter Tiefe Bohrung, welche zum Zwecke der Trinkwassergewinnung hergestellt wurde. In der Bohrung befindet sich ein Rohr mit kleinen Öffnungen, durch die das Grundwasser eindringen kann, dass Grundwasser ist Tiefenwasser und rund 1000 Jahre alt, es ist sehr Salz und Eisenhaltig, hat aber Trinkwasserqualität. Wenn sich das Wasser im Rohr gesammelt hat wird es mit CO2 also Kohlendioxid angereichert, das CO2 stammt aus der Tiefe aus der Magma im Erdinnern. Sobald sich das Kohlendioxid angereichert hat und das Wasser gesättigt ist steigt als erstes eine Große Gasblase nach oben und es fängt an zu zischen, dass ist so wie beim Öffnen einer Sektflasche. Danach schießt dann das Wasser an die Oberfläche und bei dem Geysir in Andernach bis zu 60 Meter hoch. Danach braucht der Geysir ca 100 Minuten bis zum nächsten Ausbruch oder wie die Fachleute sagen Geysir Sprung.



 
 
Wingertsbergwand
 
Die Wingertsbergwand ist ein Erdgeschichtliches Denkmal von globaler Bedeutung. Nirgendwo sonst hat sich der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor 13.000 Jahren eindrucksvoller verewigt. Die bis zu 60 Meter hohe Bims- und Tuffwand ist durch den Abbau vulkanischer Rohstoffe freigelegt worden. Das Ablagerungsprofil zeigt die kraternahe Schichtabfolge der Laacher-See-Eruption. Jede Einzellage und auch die so genannten Schichtpakete sind Zeugnisse der gewaltigen Kräfte, die bei dem Ausbruch freigesetzt wurden. Sie zeigen verschiedene Transportprozesse des Vulkanischen Materials auf, das die ursprüngliche Landschaft unter sich begrub. Wenn man vor dieser Gigantischen Wand steht, ist das schon beeindruckend. Solltet Ihr mal in der Nähe sein fahrt mal dort hin es lohnt sich!



 
 
Der Rauscherpark Fluss Nette
 
Im Rauscherpark
Im Rauscherpark sägt sich die Nette rauschend Ihren weg durch den alten Lavastrom der Wannen-Vulkangruppe. Der Fluss spülte im Laufe der Jahrtausende mächtige Basaltblöcke frei, in die sich das Wasser in kleinen Kaskaden ergießt. Wenn man genauer hinschaut kann man an einigen stellen noch Spuren Römischer Abbautätigkeit in den Gesteinsformationen erkennen.



 
 
Lavakeller Mendig
 
30 Meter unter der Stadt Mendig. Erstreckt sich ein System aus Stollen und Schächten, es geht erst einmal 150 Treppen nach unten. Dort unten kann man sehen wie die Mendiger im späten Mittelalter den kostbaren Basalt abgebaut haben. Später wurden die riesigen Räume als Lagerorte für die Brauereien genutzt, da dort unten immer eine Konstante Temperatur von 8°C herscht. Heute überwintern dort unten Tausende von Fledermäuse.



 
 
Römerbergwerk Meurin
 
Das größte römische Untertage-Tuffsteinabbaugebiet nördlich der Alpen gibt es im Vulkanpark zu besichtigen. Im 2000 Jahre alten Römerbergwerk Meurin wurde weißer Tuffstein gewonnen, der aus den mächtigen Ablagerungen des Laacher-See-Vulkanausbruchs stammte. Auch heute wird dort noch Tuffstein abgebaut, allerdings in größeren Tiefen. Durch den Modernen Abbau wurden aber viele Antike Römische Steinbrüche zerstört. Der Römische Steinbruch in Meurin ist aber noch sehr gut erhalten und vermittelt dem Besucher sehr schön die harte arbeit der Römer bei der Tuffstein gewinnung.

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Eppelsberg
 
Durch modernen Gesteinsabbau entstand am Eppelsberg ein einzigartiges Fenster in die Vulkanische Entstehungsgeschichte der Eifel . Es ermöglicht tiefe Einblicke in das Innere eines Vulkans. An der mehr als 60 Meter hohen Wand dieses für die Osteifel typischen Vulkans können Besucher sehr anschaulich den Aufbau des etwa 230.000 Jahre alten Schlackenkegels erkennen. Die Ablagerungen aus denen der Eppelsberg aufgebaut ist, stammen aus fünf Phasen vulkanischer Tätigkeit. Eine Jahrhunderte andauernde vulkanische Ruhephase wurde durch die Ausbrüche nahe gelegener Vulkane beendet. Diese deutlich sichtbaren Ablagerungen bilden die obersten Schichten des heutigen Eppelsberges.
 

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