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Erdbeben; Tsunamis; Vulkane; Weltwetter; Sonnenaktivität; Globale Erwärmung

Vulkane

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Vulkane

Vulkane faszinieren viele Menschen. Viele Menschen haben aber auch Angst vor ihnen. Bricht ein Vulkan aus, bringt dies für die Anwohner viel Leid und Elend mit sich, Unbeteiligte hingegen sind oft beeindruckt von der gewaltigen Kraft der Natur. Der sehr fruchtbare Boden rund um einen Vulkan kann zudem auch gut zum Anbau von Nutzpflanzen genutzt werden. Insbesondere in früheren Zeiten, aber vereinzelt auch heute noch, werden Vulkane daher als Götter bzw. Sitz der Götter angesehen. Die Götter können dem Glauben nach mittels des Vulkans also Segen oder Schrecken verbreiten.

 

Wie entsteht ein Vulkan?

Natürlich gibt es auch eine naturwissenschaftliche Erklärung für das Phänomen Vulkan. Ganz einfach gesagt ist ein Vulkan eine Stelle an der Erdoberfläche, an der Magma (flüssiges Gestein) aus dem Erdinneren nach außen dringt. Das an die Oberfläche getretene Magma nennt man „Lava“.

Die feste Erdkruste ist keine starre, zusammenhängende Hülle, sondern sie besteht aus mehreren Erdplatten. Diese Platten sind in ständiger Bewegung. Unter den Erdplatten befindet sich nun das Magma, unter den Kontinenten in 20-40 km Tiefe, unter den Ozeanen in 10 km Tiefe. Treffen zwei Erdplatten aufeinander, so schiebt sich die eine unter die andere. Dabei schmilzt das Ende der untenliegenden ein, wenn es auf das Magma trifft. Nun entsteht eine Art Überdruck, so dass das Magma zusammen mit heißen Gasen und festen Stoffen an die Erdoberfläche gepresst wird. So kommt es zu einem Vulkanausbruch. Man kann auf der ganzen Welt entlang der Erdplattengrenzen regelrechte Vulkanrücken beobachten. Diese sind teilweise mehrere Tausend Kilometer lang. Aber nicht nur an den Grenzen kann das Magma austreten, sondern auch an anderen Stellen wie beispielsweise Klüften oder Rissen in der Erdkruste.

Viele Vulkane befinden sich auch unter dem Meer. Es kann sogar passieren, dass an einer Stelle, wo besonders viel und häufig Magma austritt, eine neue Insel entsteht. So sind z. B. die Hawaiianischen Inseln entstanden.


 

Welche unterschiedlichen Vulkantypen gibt es?

Die einzelnen Vulkantypen lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden.

Ein Kriterium ist die Art des Lavaaustrittes aus dem Krater. Das Magma kann einmal durch einen röhrenförmigen, steil nach oben führenden Schlot nach oben an die Erdoberfläche gelangen. Solche Vulkane nennt man „Zentral-Vulkane“. Aber sie kann auch durch einen länglichen Spalt ausfließen. Diese Art Vulkan wird als „Spalten-Vulkan“ bezeichnet.

Weiter werden drei äußere Haupterscheinungsbilder von Vulkan-Bergen voneinander unterschieden. „Schichtvulkane“, auch „Stratovulkane“ genannt, erkennt man an ihrer steilen, spitzkegeligen Form. „Schildvulkane“ hingegen sehen wie ein großes, auf die Erdoberfläche aufgelegtes Schild aus. „Schlacken- und Aschenkegel“ haben die Form eines abgeschnittenen Kegels, also steile Flanken mit stumpfer Spitze. Die meisten Vulkane sind Zentral-Vulkane in Form eines Schichtvulkans.

Man kann Vulkane auch nach ihrer Aktivität differenzieren. „Aktive Vulkane“ sind, wie der Name schon sagt, Vulkane, die momentan aktiv sind. „Inaktive Vulkane“ sind momentan nicht aktiv, die Voraussetzung für weitere Aktivitäten ist jedoch gegeben. Sie können also irgendwann wieder ausbrechen. Bei „erloschenen Vulkanen“ hingegen ist eine weitere Aktivität ausgeschlossen.

Schließlich gibt es noch „rote“ und „graue“ Vulkane. Dabei wird der Unterschied an der Magma-Art festgemacht. Wenn die austretende Lava sehr dünnflüssig ist, wenig Gas und weniger als 52% Siliziumoxid enthält, spricht man von einem „roten Vulkan“. Die Lava von „grauen Vulkanen“ hingegen ist zähflüssig, hat einen Siliziumoxidanteil von mehr als 60-65% und enthält mehrere Gase.

Eine besondere Form ist der „Super-Vulkan“. „Super-Vulkane“ sind die größten bekannten Vulkane. Bei Ausbrüchen bilden sie keine Kegel, sondern riesige Senken („Calderen“). Mehr dazu könnt ihr hier>> erfahren.

 

Berühmte Vulkane

Weltweit gibt es ca. 1900 aktive Vulkane. Bekannte Vulkane in Europa sind u. a.:

- der Vesuv bei Neapel in Italien; bei einem Ausbruch im Jahre 79 n. C. wurde die Stadt Pompeji verschüttet, die heute besucht werden kann

- der Ätna auf Sizilien

- die Vulkaninsel Stromboli nördlich von Sizilien

- der Pico de Teide auf Teneriffa

- auf Island gibt es sehr viele Vulkane

 

Berühmte Vulkane außerhalb Europas sind z. B.:

- der Kilimanjaro in Tansania

- der Popocatépetl in Mexiko

- der Krakatau (mehr>>) in Indonesien

- der Gunung Rinjani auf Lombok

- der Gunung Agung auf Bali

- der Fujisan in Japan

- der Aso-san in Japan

- der Pinatubo auf den Philippinen

Hawaii

- der Mount St. Helens in den USA

In Deutschland gibt es keine aktiven Vulkane mehr. Erloschene Vulkane hingegen einige, beispielsweise den Kaiserstuhl, den Drachenfels oder in der Vulkaneifel.